Raúl Aguayo-Krauthausen: Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden

Mittwoch, 30.9.2026 / 19.00–20.30 Uhr
Literaturbüro Westniedersachsen

Lesung und Gespräch

Rául Krauthausen (c) Anna Spindelndreier

Raúl Krauthausen ist der bekannteste Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit – und die lauteste Stimme in Deutschland, wenn es um die Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung geht. In seinem Buch wirft er grundlegende und oft unangenehme Fragen zur Inklusion in Deutschland auf, bringt seine Leser:innen dazu, sich mit ihrem eigenen Ableismus auseinanderzusetzen, und entwickelt eine Idee davon, wie Inklusion auf allen Ebenen wirklich zu leben ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Seiten-Weise-Menschen“ statt.

Die Veranstaltung ist barrierefrei und wird durch Gebärdendolmetschung unterstützt. 

 

„Seiten-Weise-Menschen“ ist mehr als eine Lesungsreihe. Gemeinsam mit dem Literaturbüro Westniedersachsen schafft Stigma e.V. Räume für Begegnung, Perspektivwechsel und gesellschaftlichen Dialog. Autorinnen und Autoren erzählen von ihren Lebenswegen und eröffnen Einblicke in Erfahrungen, die den Blick auf unsere Gesellschaft erweitern. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit ihren Fähigkeiten, Träumen, Herausforderungen und ihrem Beitrag für ein gelingendes Miteinander. Die Reihe greift damit zentrale Fragen unserer Zeit auf: Wie gelingt Teilhabe? Wie überwinden wir Vorurteile? Und wie können wir Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als Stärke unserer Gesellschaft begreifen? Denn Inklusion bedeutet mehr als Barrierefreiheit – sie bedeutet, Unterschiede als Bereicherung anzuerkennen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen alle Menschen ihre Potenziale entfalten und sich gleichberechtigt einbringen können. Mit diesem Ansatz knüpft die Reihe unmittelbar an die Bildungs- und Präventionsarbeit von Stigma e.V. an, die sich für Entstigmatisierung, Teilhabe und das Lernen aus Lebenserfahrung einsetzt. Veränderung beginnt dort, wo Menschen einander zuhören, voneinander lernen und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln.

Vielfalt ist keine Aufgabe, die gelöst werden muss – sie ist eine Realität, die unsere Gesellschaft stärker macht. Inklusion bedeutet deshalb nicht, Menschen an bestehende Strukturen anzupassen, sondern Strukturen so zu gestalten, dass unterschiedliche Lebensrealitäten selbstverständlich ihren Platz finden. Genau diesen Perspektivwechsel möchte „Seiten-Weise-Menschen“ fördern.

 

Gefördert von der Felicitas und Werner Egerland Stiftung. 

 

Veranstalter: Stigma e.V., Gesamtschule Schinkel Osnabrück und Literaturbüro Westniedersachsen

Ort: Forum der Gesamtschule Schinkel, Windthorststraße 79-83, 49084 Osnabrück

Eintritt: 9€ / erm. 5€

AnmeldungRaúl Aguayo-Krauthausen: Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden. (Online-Zahlung möglich!)