Heine-Tandem „Das Leichteste der Welt“ und „Besser als nie“
Lesung und Gespräch mit Christian Dittloff und Stephan Thome
Reihe: Heine-Tandem
Der aktuelle Heinrich-Heine-Stipendiat Christian Dittloff liest aus seinem gerade erschienenen Roman „Das Leichteste der Welt“ zusammen mit dem ehemaligen Stipendiaten Stephan Thome, dessen neuer Roman „Besser als nie“ auf sein Debüt „Grenzgang“ verweist.
Als eine Sonnenfinsternis 2026 den Himmel über dem Mittelmeer verdunkelt, stehen Ivo die zwei prägenden Sommer seiner Jugend vor Augen: mit seiner ersten großen Liebe Karla, seinen besten Freunden Demian und Selma und einem Baby, das während der letzten Sonnenfinsternis 1999 in seinen Armen schläft. Karla ist klug, unberechenbar, ihm immer einen Schritt voraus – und schwanger. Was zwischen ihnen beginnt, ist Liebe und Überforderung zugleich. Mit fünfzehn gerät Ivo in ein Leben, für das er auf einmal erwachsen sein soll. Während die Zeit auf die Jahrtausendwende zutreibt, versucht er, allen gerecht zu werden, und droht daran zu zerbrechen.
Christian Dittloff, geboren 1983 in Hamburg, studierte u.a. Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2018 erschienen sein Romandebüt „Das Weiße Schloss“, 2020 und 2023 seine autofiktionalen Texte „Niemehrzeit. Das Jahr des Abschieds von meinen Eltern“ und „Prägung. Nachdenken über Männlichkeit“. Er lebt und schreibt in Berlin.
Im oberhessischen Bergenstadt soll wieder Grenzgang gefeiert werden – doch plötzlich wird das traditionelle Heimatfest zum Streitfall. Linda Preiss, Schulpsychologin am Städtischen Gymnasium, ist empört: Man will sie als Reiterin nicht dabei haben, weil sie eine Frau ist! War es also ein Fehler, nach so vielen Jahren in die alte Heimat zurückzukehren? Jürgen Bamberger gerät als Bürgermeister gleich doppelt in Erklärungsnot: Der Hessische Rundfunk hat Fragen zu dem sogenannten „Mohren“, und seine Tochter macht ihre ablehnende Haltung zum Fest öffentlich. Je hitziger die Diskussionen geführt werden, desto fremder wird Jürgen der Ort, an dem er sein gesamtes Leben verbracht hat.
Stephan Thome, 1972 in Biedenkopf / Hessen geboren, studierte Philosophie und Sinologie und lebte und arbeitete zehn Jahre in Ostasien. Seine Romane „Grenzgang“ (2009) und „Fliehkräfte“ (2012) standen auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2014 wurde er mit dem Kunstpreis Berlin für Literatur ausgezeichnet. Stephan Thome lebt in Taipeh.
Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Eintritt: 12€ / 8€ erm. / Schüler 3€
Veranstalter: Literaturbüro Lüneburg
