Ausgewählt "Der Hase im Mond" und "Gedankenspiele über Einsamkeit""
Lesung und Gespräch mit Milena Michiko Flašar
Aus der Reihe: Ausgewählt
Moderation: Andrea Gerk
In „Der Hase im Mond“ erzählt Michiko Flašar von einem Schriftsteller mit Schreibblockade, der sich in eine Füchsin verliebt, von ehemals Liebenden, die aus Langeweile zu Voyeuren werden, von einer Frau, die rein medial vom Tsunami ergriffen wird, von zwei Freunden, die sich über einem ethischen Disput betrinken, oder einem passionierten Leser, dem erst der Bruder, dann die Frau auf völlig rätselhafte Weise abhandenkommen. In Milena Michiko Flašars Prosawerk ist Einsamkeit ein wichtiges Element. In „Gedankenspiele über Einsamkeit“ blickt sie auf ein Leben von der Geburt bis zum Tod. Wo gibt es Momente von Einsamkeit? Und was sind die Gründe dafür? Sie denkt über unterschiedliche Arten von Einsamkeiten nach, über positive und negative Aspekte, selbstgewählte Formen der Einsamkeit und von außen aufgezwungene. Dabei spielt der interkulturelle Kontext in ihren Überlegungen eine große Rolle: Wie wird Einsamkeit in Japan und wie in Europa wahrgenommen?
Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, studierte in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er stand unter anderem 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Veranstaltungsort: Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Eintritt: 12€ / 8€ erm. / Schüler 3€
Veranstalter: Literaturbüro Lüneburg
