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19.03.19 - 19.30 Uhr – Literaturhaus Hannover

Klartext: Thomas Strässle

"Fake und Fiktion"

Thomas Strässle © Privat

Moderation: Ulrich Kühn

Schluss mit dem Starren auf die Faktenchecks! Zur Halbzeit der Präsidentschaft von Donald Trump wissen alle, dass die Fiktion im Gewande des sogenannten Fakes die Vorherrschaft der stichhaltig begründeten Fakten abgelöst hat.

Eigentlich ist – und das weiß man nicht nur im Literaturhaus! – die Literaturwissenschaft die Instanz für Fragen der Fiktion. Bislang hat sie sich aber vornehm zurückgehalten. Doch nun hat sich zum Glück der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle der Sache angenommen. Denn jeder Fake ist eine Form von Fiktion, wie auch ein Roman Fiktion ist. Aber nicht jede Fiktion ist auch ein Fake.

Was muss also passieren, damit eine Fiktion für wahr gehalten wird? Wie lernen wir, Lügen zu unterscheiden – die schönen Lügen der Literatur von den bösen Lügen der Fakes? Davon handelt Strässles aufschlussreicher Essay.

Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden / Schweiz, ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und leitet an der Hochschule der Künste Bern das transdisziplinäre Y Institut. Außerdem ist er ausgebildeter Konzertflötist. Von ihm erschien u. a. der Essay Gelassenheit. Über eine andere Haltung zur Welt (2013).

Ulrich Kühn, geboren 1967, promovierte über das Zusammenspiel von gesprochener Sprache und Musik im Theater. Er arbeitete als freier Autor und Rezitator, ab 2000 als Moderator für den NDR und ist seit 2007 Redakteur bei NDR Kultur, wo er die Redaktion Kulturmagazine leitet.

Eintritt: 12,- / 6,-