Veranstaltungs-Archiv

25.05.11 - 19.30 Uhr – Literaturhaus Hannover

Oblongs Odyssee präsentiert... Markus Berges

„Sorpe, Banfe, Schobse, Milz“

Gastgeber: Dietrich zur Nedden und Hartmut El Kurdi

Markus Berges ist Sänger der Kölner Band Erdmöbel, und seine Liedtexte wirken zunächst etwas surreal. So beginnt ein aktueller Song mit den seltsamen Worten „Sorpe, Banfe, Schobse, Milz“ – Flussnamen, wie sich herausstellt. Seine Lieder tragen so schöne Titel wie In den Schuhen von Audrey Hepburn oder Wort ist das falsche Wort. Und sogar "Sillageplane" oder "Niederrheinexpress" klingen in Berges´ lässigem Sprechgesang verheißungsvoll. Die SZ nennt es "das Erdmöbel-Wunder: All diese rechtwinklig grauen Funktionswörter fangen an zu schweben." Und die taz erklärt Berges ohne Umschweife zum „großen zeitgenössischen Lyriker“.
Inzwischen hat Berges auch sein Romandebüt veröffentlicht: Ein langer Brief an September Nowak erzählt, wie die 19jährige Betti aus der westfälischen Provinz nach Südfrankreich reist, um ihre Brieffreundin zu besuchen: eine reiche, mondäne Balletttänzerin – die sich dann aber als 150 Kilo schwere Tochter einer Putzfrau herausstellt. Das Fazit der Presse ist wieder eindeutig: Markus Berges sei "neben Rolf Dieter Brinkmann der andere große Kölner Dichter" (SZ).
Zusammen mit den beiden Hannoveraner Dichtern Dietrich zur Nedden und Hartmut El Kurdi, die mittels literarisch-skurriler Gedankenkraft und Ukulele durchaus auch imstande sind, Wörter zum Schweben zu bringen, ergibt dies dann zweifellos das „Oblong-Wunder“!

Markus Berges, geb. 1966 in Telgte, arbeitete als Psychiatriepfleger und Lehrer und veröffentlichte mit Erdmöbel bislang acht Alben, zuletzt Krokus. Er lebt in Köln.

Hartmut El Kurdi, geb. 1964 in Amman, studierte Kulturwissenschaft und lebt als Autor und Regisseur, Kolumnist und Journalist (u.a. Die Zeit, taz und Stadtkind) in Hannover.

Dietrich zur Nedden lebt und arbeitet als Autor und Publizist in Hannover. Seit 1993 ist er Gastgeber der Fitzoblongshow, einer musikalisch-literarischen Nummernrevue.

 

Eintritt: 8,- / erm. 6,- Euro