Veranstaltungs-Archiv

02.10.13 - 19.30 Uhr – Literaturhaus Hannover

Klartext: Andreas Speit

"Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland"

Moderation: Jan Ehlert Die rassistisch motivierten Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mit vermutlich zehn Morden und mehreren Bombenanschlägen offenbaren eine neue Dimension rechtsextremer Gewalt. Doch dies ist kein Einzelfall. Seit 1949 haben Rechtsextremisten immer wieder Terrorgruppen gebildet, die nach ähnlichem Muster agierten: konspirative Kleinstzellen, Raubüberfälle zur Geld- und Waffenbeschaffung, Anschläge gegen Migranten, politische Gegner und gesellschaftliche Einrichtungen. Der Blick hinter die Kulissen offenbart, dass die Gewalttäter von gestern und heute keineswegs isoliert tätig sind und dass die von ihnen ausgehende Gefahr von den Behörden jahrzehntelang unterschätzt wurde. Andreas Speit hat zusammen mit Andrea Röpke die Szene über viele Jahre beobachtet und frühzeitig auf diese Gefahren hingewiesen. Ihr gemeinsam herausgegebenes aktuelles Buch Blut und Ehre gibt in reportageartiger Darstellung einen Überblick über die gesamte Geschichte des rechtsextremen Terrors in der Bundesrepublik. Andreas Speit stellt das Buch vor. Andreas Speit, geb. 1966, ist Diplom-Sozialökonom, arbeitet als freier Journalist unter anderem für Zeit online und Freitag und wurde mehrfach ausgezeichnet durch den Deutschen Journalistenverband. Speit ist Autor der taz-Nord- Kolumne Der rechte Rand, war Sachverständiger bei der Anhörung zu den NSU-Taten im sächsischen Landtag und ist Autor und Herausgeber diverser Bücher zum Thema Rechtsextremismus. Er lebt in Hamburg. Jan Ehlert studierte Kirchenmusik sowie Film- und Fernsehwissenschaft. Nach einem Volontariat und der Ausbildung als Fernseh-, Hörfunk- und Online-Journalist beim NDR arbeitet er seit 2008 als freier Literaturredakteur. Eintritt: 9,- / erm. 6,- Euro