Veranstaltungs-Archiv

10.03.20 - 19.30 Uhr – Literaturhaus Hannover

Junge Lyrik: Mittelfellraum

Nadja Küchenmeister und Alexandru Bulucz

Moderation: Michael Braun

Zwei Stimmen, zwei poetische Konzepte, die sich dort begegnen, wo es um literarische Traditionen geht: Michael Braun stellt mit Nadja Küchenmeister und Alexandru Bulucz zwei der interessantesten Autor*innen der jungen Generation vor.

In dieser jungen Lyrikgeneration ist Nadja Küchenmeister längst etabliert. Von ihren Büchern werden Nachauflagen gedruckt, ihr Werk wird mit Preisen ausgezeichnet. Ihr aktueller, dritter Gedichtband Im Glasberg kommt zart und schonungslos zugleich daher. Küchenmeister versteht es, Stimmungsbilder zu erzeugen, die uns nicht mehr loslassen. Dabei erneuern ihre Texte unseren Blick auf die vertraute Welt und öffnen Türen, wo wir keine vermuten.

Alexandru Bulucz geht in seinem poetischen Konzept davon aus, dass eine generationen-, geographien- und kulturenübergreifende Teilhabe am Anderen ohne einen Versuch zur Selbstüberwindung nicht gelingen kann. Er überführt in seinem zweiten Gedichtband was Petersilie über die Seele weiß individuelle und kollektive Gedächtnisse in Kurz- und Langgedichte, archiviert mit seinen Dialogpartner*innen Erinnerungen und geht mit ihnen Fragen zu Abschied und Trauer, Dankbarkeit und Religion nach.

Nadja Küchenmeister, geb. 1981 in Berlin, lebt dort. Studium der Germanisitik und Soziologie in Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Lehrtätigkeiten, u.a. an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Für den Rundfunk schreibt sie Hörspiele, Features und Rezensionen. Ihre Gedichtbände wurden vielfach ausgezeichnet.

Alexandru Bulucz, geb. 1987 im rumänischen Alba Iulia, lebt in Berlin. Studium der Germanistik und Komparatistik in Frankfurt a.M, Lyriker, Herausgeber, Übersetzer und Kritiker. Sein Lyrikdebüt Aus sein auf uns erschien 2016. Für Gedichte aus was Petersilie über die Seele weiß erhielt er 2019 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis.

Michael Braun, geb. 1958 in Hauenstein/Pfalz, lebt als Literaturkritiker und Herausgeber in Heidelberg. (Mit-)Herausgeber diverser Lyrikanthologien und Verfasser zahlreicher Essays zur Gegenwartslyrik; Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2018.

Eintritt: 12,– / 6,–

Karten erhalten Sie unter: www.literaturhaus-hannover.de oder 0511 / 168 41 222