Veranstaltungs-Archiv

Literaturhaus Oldenburg

IM INTERNET: Konstellationen: Wasser als Politikum

John von Düffel: „Der brennende See“

Hannah, die Tochter eines Schriftstellers, kehrt nach dem Tod ihres Vaters in die Stadt ihrer Kindheit zurück. An seinem Erbe ist sie wenig interessiert, doch als sie erste Schritte unternimmt, die Wohnung des Verstorbenen aufzulösen, findet sie in der Nachttischschublade das Foto einer jungen Frau. Wie nah stand die Unbekannte ihrem Vater? Wer war er wirklich, als er starb? Auf der Suche nach Antworten trifft sie ihre Schulfreundin Vivien, die mit ihrer Familie am Ufer des Sees wohnt, in dem ihr Vater täglich schwamm. Die junge Unbekannte ist Viviens Tochter Julia, Initiatorin der „Ende-der-Geduld“-Bewegung, die aus den Fridays-for-Future-Demonstrationen hervorgegangen ist und eine Radikalisierung des Protests gegen die herrschende Klima-Politik propagiert. Aber Julia kämpft nicht nur aus politischer Überzeugung für den Erhalt des Sees. Sie behauptet, die eigentliche Tochter des Schriftstellers zu sein, seine geistige Erbin.

In seinem Roman „Der brennende See“ nähert sich John von Düffel dem Wasser als knappe Ressource, als Lebensbedingung und Klimakomponente und nicht zuletzt als Frage des Zusammenlebens der Generationen.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.

Stimmen aus der Isolation
Derzeit ist nicht absehbar, wann wir wieder veranstalten können. Wir wollen aber im Gespräch bleiben. Mit unserem Publikum und mit den Schriftstellern, die wir schon vor langer Zeit für unser Programm eingeladen haben. Die Lektüre ihrer Bücher ist auch individuell möglich. Unsere Veranstaltungen leben aber von den auf der Bühne geführten Gesprächen. Deshalb haben wir die Autoren und ihre Gesprächspartner gebeten, sich in schriftlicher Form über die Bücher auszutauschen. Ganz im Sinne der Entschleunigung, die ein zentraler Begriff der Krise ist, setzen wir mit ihnen auf traditionelle Gesprächsformate wie das Interview oder den Briefwechsel, der auch per Email geführt werden kann. Die Gespräche veröffentlichen wir hier. Zum besseren Verständnis stellen wir ihnen jeweils eine kurze Zusammenfassung des im Mittelpunkt stehenden Buches voran.

Bitte denken Sie an den lokalen Buchhandel, wenn wir Sie damit neugierig machen und Sie die Bücher lesen möchten.

Hier » geht es zu dem Gespräch, das John von Düffel für uns mit Michael Sommer führte.