Geschichte(n) erzählen: Alexa Hennig von Lange, Vielleicht können wir glücklich sein

Freitag, 20.9.2024 / 19.00–21.00 Uhr
Literaturbüro Westniedersachsen

Lesung und Gespräch

Alexa Hennig von Lange (c) Madlen Krippendorf

Alexa Hennig von Lange bringt ihre Heimkehr-Trilogie vor. Sie schlägt den Bogen von Die karierten Mädchen über Zwischen den Sommern bis hin zum abschließenden Band Vielleicht können wir glücklich sein, der die auf einhundertdreißig Tonbandkassetten ihrer Großmutter basierende Erzählung zu ihrem Ende führt.

Kann es Hoffnung geben, wenn die Welt in Trümmern liegt?

Mitte der Vierzigerjahre rückt die Front immer näher an Deutschland heran. Klara ist inzwischen Mutter von vier kleinen Kindern, während ihr Mann Gustav in Schlesien ums Überleben kämpft. Zwischen Bombennächten, Hunger, Terror und Angst versucht Klara ihren Kindern eine schöne Kindheit zu bereiten – doch die Schuldgefühle, das jüdische Mädchen Tolla weggegeben zu haben, wüten in ihr. Als der Krieg vorbei ist und Europa in Trümmern liegt, muss Klara sich fragen, was sie retten konnte von ihren Träumen und Hoffnungen.
Über fünfzig Jahre später: Nach dem Tod ihrer Großmutter entdeckt Isabell einen Karton mit Tonbändern, auf die Klara ihre Lebenserinnerungen gesprochen hat. Mit ihrer Tochter auf dem Schoß, lauscht Isabell der vertrauten Stimme und begibt sich auf eine emotionale Zeitreise. Zu spät erkennt sie, wer ihre oft unnahbar wirkende Großmutter wirklich war – und sie fragt sich: Was hätte ich getan, um die zu schützen, die ich liebe?
Inspiriert durch ihre eigene Familiengeschichte, erzählt Alexa Hennig von Lange mitreißend, klug und empathisch von dem Versuch, menschlich zu bleiben – auch in dunkelsten Zeiten –, und davon, wie die Vergangenheit uns prägt.

Veranstalter: Museumsquartier Osnabrück, VHS Osnabrück-Stadt, Literaturbüro Westniedersachsen

Ort: Museumsquartier, Lotterstr. 2

Eintritt: 9 € / erm. 7 €

Kartenreservierung: www.museumsquartier-osnabrueck.de