Veranstaltungen

25.06.21 - 19.00 Uhr –

gelebte dystopien - jetzt erst recht!

Roman-, Lyrik- und Corona-Tagebuch-Lesung und Gedanken zu einer neuen Lebensrealität mit dem Autor Michael Stavarič (Wien)

© Yves Noir

Im Rahmen der „LiteraturWerkstatt“ stellt Michael Stavarič seinen 2020 bei Luchterhand erschienenen Roman „Fremdes Licht“, vor, in dem er den Leser in ein phantastisches und sprachmächtig gestaltetes Leseabenteuer entführt. Für die Protagonistinnen des Romans inszeniert er einen Aufbruch in eine ungewisse Zukunft und an Orte, die sich zugleich als Gegen-, aber auch Parallelwelten erweisen, deren Vergleich fasziniert und zu großartigen Gedankenexperimenten einlädt. Doch auch seine neuesten Gedichte kommen zu Wort, ebenso wie die  Auseinandersetzung des Autors mit dem Lockdown, den er in seinem seit März 2020 geführten Corona-Tagebuch reflektiert. Man soll zu Hause bleiben, und soziale Kontakte meiden. Man soll den Mund halten, um niemanden anzustecken. Lockdown!...
Auf meinem Schreibtisch ist auch während der Quarantäne die Welt noch wunderbar in Unordnung. Bücher wetteifern mit diversem Zettelwerk, Schreibgeräten und

Krimskrams um die besten Plätze…
Ich mag endlich wieder ungehindert Reisen dürfen, wohin ich will, Lesungen abhalten, Menschen begegnen…
... Es gibt natürlich ein Ende. Und natürlich gibt es keines. Und wird die Pandemie je eine Ende haben? Natürlich! Und natürlich nicht!...

Michael Stavarič, geb. 1972 in Brno, lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Für seine Werke erhielt der Meister des Absurden und der Ironie zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-Chamisso-Preis. Stavaric hatte zahlreiche Lehraufträge an internationalen Hochschulen, u.a. die Stefan Zweig Poetikdozentur an der Universität Salzburg, Literaturseminare an den Universitäten Bamberg, Wien, München und Rutgers New York.

Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Eintritt: 7.- /5.- €, Anmeldung 0541/323-2243