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14.07.10 - 12.00 Uhr –

Nicolas Born Preis 2010 an Gerd-Peter Eigner und Leif Randt

Pressemitteilung des Landes

Gerd-Peter Eigner und Leif Randt erhalten Literaturpreis des Landes      
   
Der Schriftsteller Gerd-Peter Eigner erhält den Nicolas-Born-Preis 2010 des Landes Niedersachsen. Mit dem Nicolas-Born-Debütpreis wird Leif Randt geehrt. Kulturministerin Wanka unterstützt diese Entscheidung der Niedersächsischen Literaturkommission. Sie zeichnet beide Autoren am 20. September während einer Feierstunde in der Göttinger Pauliner Kirche aus. „Die Mitglieder der Kommission haben eine hervorragende Auswahl getroffen. Das Werk von Gerd-Peter Eigner zeichnet sich durch sprachliche und analytische Tiefe aus und lässt eine geistige Wahlverwandtschaft zum Namensgeber des Preises erkennen. Leif Randt hingegen beweist in seinem Debütroman großes Erzähltalent und einen gekonnten Umgang mit experimenteller Sprache", sagte Wanka.

Der Preisträger Gerd-Peter Eigner wurde 1942 in Malapane/Oberschlesien geboren. Er verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend in Wilhelmshaven. Seit 1971 ist er hauptberuflich Schriftsteller. Nach vielen Reisejahren lebt Eigner seit 1998 in Olevano Romano (Italien) und Berlin. Seine Romane „Golli", über „Brandig", „Mitten Entzwei" und „Lichterfahrt mit Gesualdo" bis zu seinem jüngsten Stück „Die italienische Begeisterung" sind zyklisch miteinander verbunden. Sie seien Protokolle einer Selbstvergewisserung und zugleich Zeugnisse einer mit großen Erzählatem verorteten Weltzugewandtheit, so das Urteil der Niedersächsischen Literaturkommission.

Mit Leif Randt hingegen wird ein junger Autor ausgezeichnet, der noch am Anfang seines Schaffens steht. Er hat unter anderem an der Universität Hildesheim Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus studiert. 2009 erschien sein Debütroman „Leuchtspielhaus", in dem es um junge Menschen in London geht, die sich auf die surreale Suche nach einer verschwundenen Künstlerin machen. Die Niedersächsische Literaturkommission urteilte: Es sei eine erstaunliche erzählerische Leistung, wie es der 1983 geborene Leif Randt schaffe, Jugendszenen als hochkomplexe dynamische Kulturmaschinen vorzuführen, die darauf angelegt sind, immer wieder neue Lifestyle-Effekte zu produzieren. Weder mache er sich dabei über seine Helden lustig, noch schmeiße er sich an die Jugendlichen heran, um ihren ästhetischen Hyperaktivismus zu feiern.

Mit dem Nicolas-Born-Preis werden herausragende Schriftsteller mit Bezug zu Niedersachsen ausgezeichnet. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Der Nicolas-Born-Debütpreis fördert mit 10.000 Euro ein neues schriftstellerisches Talent. Beide Literaturpreise werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben. Links: http://www.lit-zentrum-goe.de