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Buchtipp – November 2019

Gregor Sander: „Alles richtig gemacht“ (Penguin Verlag, 2019)

Gregor Sander erzählt in „Alles richtig gemacht “ von zwei ungleichen Freunden, deren Biogafien durch das Ende der DDR entscheidende Wendungen nehmen.

Buchcover. Penguin-Verlag

Gregor Sander, 1968 in Schwerin geboren, lebt als freier Autor in Berlin. Sein Romandebüt „Abwesend“ war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für seine unter dem Titel „Winterfisch“ erschienenen Erzählungen wurde er 2012 mit dem Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet. Sein zweiter Roman „Was gewesen wäre“ wurde verfilmt und feierte in diesem Sommer Premiere auf dem Filmfest München. Das Drehbuch verfasste der Schriftsteller persönlich. Parallel dazu schrieb er seinen aktuellen Roman „Alles richtig gemacht“. Die Geschichte beginnt, als es mit der DDR zu Ende geht. Beflügelt von der aufregenden neuen Zeit verlassen die ungleichen Freunde Thomas und Daniel Rostock und ziehen nach Berlin. Dort betreiben sie eine Bar und feiern das Leben. Doch nachdem sie sich in New York erfolgreich als illegale Kunsthändler betätigt haben, muss Daniel verschwinden. Der Kontakt reißt ab. Als Daniel Jahre später wieder auftaucht, als ob nichts gewesen wäre, trifft er Thomas in einer Lebenskrise an: Eigentlich führt er längst ein bürgerliches Familienleben als Rechtsanwalt. Doch ausgerechnet zum Zeitpunkt der Wiederbegegnung der ehemaligen Freunde ist seine Frau mit den beiden gemeinsamen Töchtern verschwunden. Nach und nach entsteht in Thomas der Verdacht, dass Daniel mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte. Auch in diesem Roman entwirft Gregor Sander höchst sensibel Charaktere, deren Biografien durch die jüngere Geschichte Deutschlands beeinflusst und beschädigt wurden.

Von: Monika Eden, Literaturbüro Oldenburg