Literarisches Zentrum Göttingen

Geschichte

Im Jahr 2000 wurde das Literarische Zentrum Göttingen e.V. gegründet, um die beachtlichen literarischen Kräfte der Stadt zu bündeln und einen Treffpunkt für Verlage, die Universität, Buchhandlungen und – vor allem – alle Literaturinteressierten zu schaffen. Denn die sind zahlreich hier! Göttingen ist eine Literaturstadt, wie die vielen entsprechenden Einrichtungen beweisen.

Von 2000 bis zum Frühjahr 2010 war Hauke Hückstädt Geschäfts- und Programmleiter des Literarischen Zentrums Göttingen. Seit Mai 2010 setzt Anja Johannsen diese Arbeit fort. Ende 2008 begann das Zentrum, auch den lesebegeisterten Nachwuchs zu fördern: »Literatur macht Schule« ist das Bildungsprogramm des Literarischen Zentrums e.V. – für Schülerinnen und Schüler, für Lehrerinnen und Lehrer in Göttingen und der Region Südniedersachsen. Marit Borcherding leitete das Schulprogramm von 2008 bis 2013; im Februar 2014 übernahm Gesa Husemann dieses Projekt.

Seit 2014 ist das Literarische Zentrum außerdem maßgeblich an der Programmplanung für den Göttinger Literaturherbst beteiligt.

Blick ins Zentrum  © Literarisches Zentrum Göttingen
Blick ins Zentrum © Literarisches Zentrum
Im Veranstaltungsraum © Literarisches Zentrum Göttingen
Im Veranstaltungsraum © Literarisches Zentrum

Das begehbare Feuilleton

Das Zentrum will Literatur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen präsentieren und zur Diskussion stellen. Das Zentrum vernetzt, kooperiert, schließt Lücken, öffnet Türen, baut Fenster und schafft Öffentlichkeit: für Literatur.

Kernarbeit des Literarischen Zentrums war und ist die Planung und Realisierung von zwei mal zwei Veranstaltungsprogrammen pro Jahr mit mittlerweile ca. 60 öffentlichen Veranstaltungen und vielen Schulveranstaltungen im Hintergrund. Das Zentrum vermittelt zeitgenössische deutschsprachige, europäische und internationale Literatur mit hohem künstlerischen Anspruch gleichermaßen professionell und unterhaltsam.

Das programmatische Profil des Literarischen Zentrums zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Literatur immer wieder mit anderen Künsten, Medien und Wissenschaften in ein gemeinsames kulturelles Gelände gestellt wird: Ein »begehbares Feuilleton« will das Literarische Zentrum sein. Neben Autoren und Philologinnen sind deshalb häufig auch Filmemacherinnen, Musiker, Wissenschaftlerinnen technischer Fächer sowie Medienköpfe oder bildende Künstler zu Gast.

Joanna Bator © Literarisches Zentrum
Jo Lendle © Literarisches Zentrum
Kai Meyer © Literarisches Zentrum
Ursula Gräfe mit Anke Detken © Literarisches Zentrum

»Literatur macht Schule«

Unser Bildungsprogramm »Literatur macht Schule« lässt Literatur außerhalb des Klassenzimmers lebendig werden. Als außerschulischer Kooperationspartner bietet das Zentrum Lesungen, Gespräche, Schreibwerkstätten und Themennachmittage. Es stellt den unmittelbaren Kontakt zu etablierten Schriftstellern, Filmemachern, Journalisten, Hochschullehrern und Verlagsmitarbeitern her und gewährt interaktive Einblicke in die Hintergründe des Schreibens, des Filmens, des Darstellens, des Autorendaseins und der Buchherstellung. »Literatur macht Schule« fördert die Kreativität, befähigt zum kritischen Umgang mit Texten und Medien und ebnet Jungen und Mädchen über die gesamte Schulzeit Wege zu einer dauerhaften Teilhabe an kultureller Bildung.

Besonderheiten

Das Literarische Zentrum Göttingen bietet gemeinsam mit der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität jährlich vier Studierenden die Möglichkeit zu einem bundesweit einmaligen, vergüteten Volontariat mit nachhaltigem Praxiserwerb in der Vermittlung von Kultur. Jeweils zum April und Oktober werden zwei Volontariate vergeben. Das zeitintensive und Flexibilität erfordernde Volontariat versteht sich als studienbegleitend.

Veranstaltungsreihen, Festival »Literaturherbst«

Zahlreiche Veranstaltungsreihen prägen das ganz eigene Profil des Literarischen Zentrums: Das sind neben dem altbewährten »Hausbesuch« gegenwärtig die Reihe zum »Alter in der Literatur«, die Reihe »neu_übersetzt«, dann diejenige zu Literatur und Religion unter dem Titel »Der Geist weht«, die Krimireihe und der »Liederabend«, der sich bedeutenden Phänomenen der internationalen und nationalen Song- und Performancegeschichte widmet.

Seit 2014 ist das Literarische Zentrum außerdem maßgeblich an der Programmplanung für den Göttinger Literaturherbst beteilgt.

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